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versteht man unter Kniegelenksendoprothese? Bei einer Kniegelenksendoprotheseoperation
werden operativ geschädigte Knochen, bzw. Knorpelteile des Kniegelenkes entfernt
und durch künstliche Teile ersetzt. Die Prothese besteht aus drei Teilen:
: 1- Ein Implantat ersetzt den beweglichen
Teil des Oberschenkelknochens und besteht aus rostfreiem Stahl.. 2-
Ein weiteres Implantat aus Polyethylen ersetzt die Weichteile (Meniskus
und Gleitknorpel) 3- Das dritte Implantat
ersetzt den unteren Teil des Gelenkes, das Schienbein und besteht aus Polyethylen/Metalllegierung.
Der obere und untere Teil werden im den Knochen verankert und einzementiert.
WELCHE
ART VON PROTHESE? Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen
Modellen betreffend Form, Material und Verankerung im körpereigenen Knochen. Die
in Tunesien verwendeten Modelle wurden vor dreissig Jahren erfunden und weiterentwickelt
und werden aus Frankreich oder Deutschland importiert. Mit diesen Prothesen wurden
über viele Jahre ausgezeichneten Resultate erzielt und sind somit Garant
für Sicherheit und Zuverlässigkeit. Die Angaben zu Ihrer Prothese (Marke,
Typ und Referenznummer) werden Ihnen mitgeteilt.
DIE
NARBE Der Schnitt wird an der Vorderseite des Knies gemacht,
ist gerade und etwa 20 cm lang. WANN
SOLLTE MAN OPERIEREN? Aus welchen Gründen Sie auch immer
am Knie leiden, es handelt sich nicht um einen lebensnotwendigen Eingriff. Es
handelt sich um einen schweren Eingriff nicht ohne Risiken und Komplikationen
und erfordert eine sorgfältige Vorbereitung, auch wenn die Knieoperation
heute zu einem Routineeingriff geworden ist.
WELCHE VORTEILE BRINGT IHNEN DER EINGRIFF? Ursache einer
Kniegelenkserkrankung ist der Knorpelverschleiss (Arthrose), der meistens durch
eine Beinachsenfehlstellung, X- oder O-Bein, verursacht wird. Darüber hinaus
tritt die Gonarthrose als Folge von Verletzungen, rheumatischen und stoffwechselbedingten
Erkrankungen sowie Fehlbildungen auf. Der Knorpelverlust führt zu einer zunehmenden
Einsteifung und Verformung des Gelenkes. Es bilden sich Knochenvorsprünge
(Osteophyten), die teilweise getastet werden können. Gleichzeitig treten
Anlauf- und Belastungs-, später Nacht- und Ruheschmerzen auf, die zu einer
Reduzierung der Gehstrecke und letztlich einer Einschränkung der Lebensqualität
führen. Mit der Kniegelenksendoprothese werden die abgenutzten Teile des
Gelenks ersetzt, gibt die Beweglichkeit zurück, lässt die Schmerzen
verschwinden, die normale Beinachse und damit auch die Stabilität des Knies
wieder hergestellt.
DIE
VOROPERATIVEN UNTERSUCHUNGEN Ausser den durch die Anästhesie
notwendigen Untersuchungen sind auch eine Urinanalyse und eine Röntgenaufnahme
des Kiefers nötig, um eventuelle Infektionen auszuschliessen. Sie spüren
den Infekt zwar nicht, der kann aber auf Ihre Prothese übergreifen, auch
noch lange Zeit nach dem Eingriff und kann schwere Folge haben.
DER
KRANKENHAUSAUFENTHALT Normalerweise treffen Sie zwei Tage
vor der Operation Ihren Orthopäden und den Anästhesisten, um die voroperative
Bilanz zu ziehen. Im Falle einer Infektion muss diese unbedingt zuerst vollständig
behandelt werden und die Operation muss aufgeschoben werden. Am ersten oder zweiten
Tag nach dem Eingriff können Sie aufstehen und mit Gehhilfe werden Sie sofort
wieder gehen können. Der Aufenthalt im Krankenhaus dauert 7 Tage.
DAUER
DES AUFENTHALTS IN TUNESIEN Ein Krankenhausaufenthalt von
einer Woche ist notwendig sowie ein Erholungsaufenthalt von drei bis vier Wochen
im Hotel Ihrer Wahl. WELCHES
SIND DIE BESONDEREN RISIKEN UND KOMPLIKATIONEN? Sie sind selten
und sollten Sie nicht vergessen lassen, dass in den meisten Fällen mit einer
Knieprothese hervorragende Resultate erzielt werden. Einige Risiken sind typisch
für diesen Eingriff andere haben mit der medizinischen Vorgeschichte des
Patienten zu tun. Manche treten häufiger bei übergewichtigen Patienten
auf, deshalb wäre es wünschenswert, das Übergewicht vor dem Eingriff
zu reduzieren. Die "häufigste" aber immer noch seltene Komplikation,
kann eine Venenentzündung oder Lungenembolie sein. Trotz der systematischen
Verabreichung von Blutgerinnungshemmenden Medikamenten, bleibt das Risiko bis
zu sechs Wochen nach dem Eingriff bestehen. Schwellungen, Nachblutungen und größere
Blutergüsse im Operationsgebiet sind nicht selten. Diese lösen sich
meist innerhalb einiger Wochen von selbst auflöst oder müssen in seltensten
Fällen mit einem erneuten Eingriff entfernt werden. Es kann zu Problemen
beim Wasser lösen führen und es muss ein Urinkatheter gesteckt werden.
Die vorübergehende Gebrauchseinschränkung der operierten Gliedmaße
schwächt die Muskulatur, der Kalkgehalt des Knochens vermindert sich und
die benachbarten Gelenke lassen in ihrer Beweglichkeit nach. Vereinzelt kommt
es jedoch zu einem übersteigerten Knochenabbau mit stark entzündlichen
Erscheinungen und heftigen Schmerzen (Sudeck-Syndrom). Diese Folgen bilden sich
in der Regel durch Krankengymnastik und/oder eine medikamentöse Behandlung
zurück. Es kann im Knie eine Infektion auftreten, die wir jedoch durch
die Voruntersuchungen zu verhindern versuchen und die alle vor und nachoperativen
Massnahmen rechtfertigen. Infektionen können noch Jahre nach dem Eingriff
auftreten, auch nach einer Blasen- oder Lungenentzündung, selbst nach einer
Zahnbehandlung, die ohne Antibiotika durchgeführt wurde (informieren Sie
Ihren Zahnarzt). Bei Druckschäden an Weichteilen oder bei Beschädigung
eines Nervs, können vorübergehende, sehr selten aber auch bleibenden
Gefühlsstörungen, Missempfindungen, Nervenschmerzen oder Lähmungen
des Beines (z.B. Fußhebeschwäche) die Folge sein. Bei Wundheilungsstörungen
oder entsprechender Veranlagung können schmerzende und ästhetisch störende
Narbenwucherungen mit Hautverfärbungen (Keloide) entstehen und durch Narbenschrumpfung
kann es zu Bewegungseinschränkungen kommen. Durch ungleichen Muskel- oder
Bänderzug kann die Kniescheibe aus dem Kniegelenk "herausspringen"
(Luxation), was ein erneuter Eingriff erfordert. Gelegentlich sind die Beinlängen
nach der Operation unterschiedlich, vor allem, wenn bei erheblicher Zerstörung
des Gelenks viel Knochen entfernt werden musste. Ein erhöhter Absatz reicht
zur Korrektur meist aus. DIE
NACHSORGE DER PROTHESE Eine Totalprothese des Knies erlaubt
in den meisten Fällen eine Wiederaufnahme des normalen Lebens. Es sind Sportarten
empfohlen, bei denen nicht das gesamte Körpergewicht zum Tragen kommt. Hierzu
zählen Fahrradfahren, Schwimmen oder Unterwassergymnastik. Sie bleibt ein
Fremdkörper, ein mechanisches Teil, das sich im Lauf der Jahre (15 - 20 Jahre)
abnutzen oder lösen kann und wieder ersetzt werden muss. Sie bleibt anfällig
für Infektionen. Es können auch vereinzelt Schmerzen auftreten, ohne
dass eine besondere Anomalie vorliegt.
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