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Was versteht man unter Hüft-Totalendoprothese? Bei einer Hüftprothesenoperation
werden operativ geschädigte Knochen, bzw. Knorpelteile des Hüftgelenkes entfernt
und durch künstliche Teile ersetzt. Die Hüftprothese ist der menschlichen Natur
nachgebildet, d.h. sie besteht aus einer Pfanne und einem Schaft auf dem der Kugelkopf
aufgesetzt wird. Die Pfanne wird im Hüftbecken und der Schaft im Oberschenkelknochen
eingesetzt. Der Hüftkopf ist das Verbindungsteil. Der Schaft mit dem Kopf wird
in die Pfanne eingesetzt. Ziel ist stets das Wiederherstellen einer ungestörten,
schmerzfreien und vor allen Dingen dauerhaften Funktion des Hüftgelenkes
WELCHE
ART VON PROTHESE ? Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen
Modellen betreffend Form, Material und Verankerung im körpereigenen Knochen.
Die in Tunesien verwendeten Modelle wurden vor dreissig Jahren erfunden und weiterentwickelt
und werden aus Frankreich oder Deutschland importiert. Mit diesen Prothesen wurden
über viele Jahre ausgezeichneten Resultate erzielt und sind somit Garant für Sicherheit
und Zuverlässigkeit. Die Angaben zu Ihrer Prothese (Marke, Typ und Referenznummer)
werden Ihnen mitgeteilt. DIE
NARBE Es gibt verschiedene Operationsmethoden um die Prothese
einzusetzen. Der von unseren Orthopäden bevorzugte Eingriff wird am oberen
Teil der Hüfte vorgenommen und der Schnitt wird etwa 15 cm lang. Mit dieser
Methode werden die Muskeln nicht durchschnitten. Die minimalinvasive Implantation
mit dem Oberflächenersatz schont Trochantermassiv sowie die Gesässmuskulatur
und beschleunigt die Rehabilitation.
WANN
SOLLTE MAN OPERIEREN ? Aus welchen Gründen Sie auch
immer an der Hüfte leiden, es handelt sich nicht um einen lebensnotwendigen
Eingriff. Es handelt sich um einen schweren Eingriff nicht ohne Risiken und erfordert
eine sorgfältige Vorbereitung, auch wenn die Hüftoperation heute zu
einem Routineeingriff geworden ist. WELCHE
VORTEILE BRINGT IHNEN DER EINGRIFF ? Ist es Abnutzung, Arthrose,
rheumatische Erkrankung, Nekrose, angeborene Formveränderungen, Durchblutungsstörungen,
Unfälle oder posttraumatische Folgen, welches auch immer der Grund für
die Veränderung des Hüftgelenkes sein mag, ist die Schädigung mit
sehr starken Schmerzen verbunden und das Bewegen sehr erschwert. Je länger
mit der Operation zugewartet wird, je unerträglicher werden die Schmerzen
und können bis zu erheblichen Einschränkungen im täglichen Leben
führen und durch Fehlhaltungen werden langfristig auch Knie, Wirbelsäule
und andere Gelenke beschädigt.
Eine Totalprothese ersetzt die geschädigten
Teile des Hüftgelenkes, stellt die Beweglichkeit wieder her, lässt die
Schmerzen bei Bewegung der Hüfte verschwinden und verbessert auch die Funktionalität
von Knie und Rücken. Der grösste Teil der operierten Personen "vergisst"
nach einigen Monaten, dass sie Träger einer Hüftprothese sind und führen
ein normales Leben. International besteht Einigkeit, dass zumindest sogenannte
"low-impact" Sportarten wie Fahrradfahren, Schwimmen, Segeln, Tauchen,
Golf und Kegeln unterstützt werden können. Bedingt möglich bzw.
ratsam sind Sportarten wie Tennis, Basketball und Skilaufen. Unbedingt vermieden
werden sollten Kontaktsportarten wie Fussball oder Handball usw. Eine Minderheit
fühlt von Zeit zu Zeit die Präsenz der Prothese, allerdings ohne gravierende
Beeinträchtigung. DIE
VOROPERATIVE UNTERSUCHUNGEN Ausser den durch die Anästhesie
notwendigen Untersuchungen sind auch eine Urinanalyse und eine Röntgenaufnahme
des Kiefers nötig, um eventuelle Infektionen auszuschliessen. Sie spüren
den Infekt zwar nicht, der kann aber auf Ihre Prothese übergreifen, auch
noch lange Zeit nach dem Eingriff und kann schwere Folge haben.
DER
KRANKENHAUSAUFENTHALT Normalerweise treffen Sie zwei Tage
vor der Operation Ihren Orthopäden und den Anästhesisten, um die voroperative
Bilanz zu ziehen. Im Falle einer Infektion muss diese unbedingt zuerst vollständig
behandelt werden und die Operation muss aufgeschoben werden. Am ersten oder zweiten
Tag nach der Operation, können Sie aufstehen Das Gehen wird mit Gehhilfe
wieder aufgenommen. Der Aufenthalt im Krankenhaus dauert 7 Tage.
DAUER
DES AUFENTHALTS IN TUNISIEN Ein Krankenhausaufenthalt von
einer Woche ist notwendig sowie ein Erholungsaufenthalt von drei bis vier Wochen
im Hotel Ihrer Wahl. WELCHES
SIND DIE BESONDEREN RISIKEN UND KOMPLIKATIONEN? Sie sind
selten und sollten Sie nicht vergessen lassen, dass in den meisten Fällen
mit einer Hüftoperation hervorragende Resultate erzielt werden. Einige Risiken
sind typisch für diesen Eingriff andere haben mit der medizinischen Vorgeschichte
des Patienten zu tun. Manche treten häufiger bei übergewichtigen Patienten
auf, deshalb wäre es wünschenswert, das Übergewicht vor dem Eingriff
zu reduzieren.
Die "häufigste" aber immer noch seltene
Komplikation, kann eine Venenentzündung oder Lungenembolie sein. Trotz der
systematischen Verabreichung von blutgerinnungshemmenden Medikamenten, bleibt
das Risiko bis zu sechs Wochen nach dem Eingriff bestehen.
Es kann ein
Hämatom entstehen, das sich innerhalb einiger Wochen von selbst auflöst
oder mit einem erneuten Eingriff entfernt werden muss.
Es kann zu Problemen beim Wasser lösen führen und es muss ein Urinkatheter
gesteckt werden.
Aufgrund einer zu starken Bewegung des Gelenkes kann
es zu einer Luxation (Ausrenkung) kommen. Die Beweglichkeit der Hüfte
kann durch eine Verknöcherung um die Prothese eingeschränkt werden.
Es kann eine Infektion auftreten, die wir jedoch durch die Voruntersuchungen
zu verhindern versuchen und die alle vor und nachoperativen Massnahmen rechtfertigen.
Infektionen können noch Jahre nach dem Eingriff auftreten, auch nach einer
Blasen- oder Lungenentzündung, selbst nach einer Zahnbehandlung, die ohne
Antibiotika durchgeführt wurde (informieren Sie Ihren Zahnarzt).
DIE
NACHSORGE DER PROTHESE Eine Totalprothese der Hüfte erlaubt
in den meisten Fällen eine Wiederaufnahme des normalen Lebens, mit Ausnahme
einiger sehr intensiver Kontaktsportarten wie Fussball oder Handball. Sie bleibt
ein Fremdkörper, ein mechanisches Teil, das sich im Lauf der Jahre abnutzen
oder lösen kann und wieder ersetzt werden muss. Sie bleibt anfällig
für Infektionen. Es können auch vereinzelt Schmerzen auftreten, ohne
dass eine besondere Anomalie vorliegt. | |
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